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Herren II siegen in Kiel gegen den TV Langenselbold III - TV 1894 Altenhasslau eV

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Herren II siegen in Kiel gegen den TV Langenselbold III

Berichte > 2026 > März 2026
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Quelle/Autor:

Gelnhäuser
Neue Zeitung

02.03.2026

Bezirksklasse,  TV Langenselbold III - TV Altenhasslau II  30 : 34   ( 14 : 18 )

Im „Spiel des Lebens“ schlägt der TV Altenhaßlau II den TV Langenselbold III mit 34:30 und Keeper Hölzerkopf dominiert ein Mega-Erlebnis, „das man sich nicht kaufen kann“. „Wir sind jetzt unser Leben lang ungeschlagen in der Kieler Arena, wer kann das schon von sich behaupten“, scherzte Mark Ullmann, Spieler der „Sandhasen“ des TV Altenhaßlau, II nach der Partie. Ullmann: „Unfassbar krass dieses ganze Erlebnis.“ Ein Wochenende in Kiel, sich einmal fühlen wie ein echter Profi: Für die Bezirksklassen Handballer des TV Langenselbold III und des TV Altenhaßlau II ist dieser Traum wahrgeworden. Der THW Kiel hatte sogar seinen Mannschaftsbus am Freitag nach Langenselbold geschickt, um den Sieger der Hauptsponsoren-Aktion „Euer Topspiel“ sehr persönlich die 570 Kilometer in den hohen Norden zu eskortieren. Gut 140 Spieler, Trainer, Betreuer und Anhänger er lebten einen ganz großen Tag beim „Spiel des Lebens“ in der 10.250 Zuschauer fassenden Wunderino Arena.

Holinej: „Wahnsinn, dass Patrick Wiencek da war“ Langenselbolds mit acht Treffern bester Torschütze, Dennis Holinej, war völlig verblüfft, als plötzlich Kiel-Legende Patrick Wiencek sein Team mitcoachte: „Er hat uns die Kabine gezeigt und heiß gemacht. Wahnsinn, dass er plötzlich da war und auf der Bank saß. Damit hatten wir gar nicht gerechnet.“ Wie auch der Einlauf in die Arena: „Es war sehr auf regend, wenn man rein kommt. Aber dann war die Freude da und man blendet diese riesige und die Lichter gehen an, die Musik, das war eine Atmosphäre mit Gänsehaut pur. Am Anfang war ich nervös, aber ich habe das dann auch schnell ausblenden können und mich aufs Spiel konzentriert.“ Mit dem THW-Bus in die Arena Nach dem Frühstück am Samstagmorgen wurden beide Teams mit dem THW-Bus vom Mannschaftshotel in die Wunderino-Arena gefahren. Beide Teams durften sich in der Kabine des THW Kiel umziehen und führten bereits vor der Partie und auch in der Halbzeitpause Interviews, die über YouTube live gezeigt wurden.

Und dann ging es auch direkt hinein ins Spiel und die Live-Übertragung mit professioneller Doppel-Moderation: Licht aus und Spot an: Die gut 250 Zuschauer in der nicht ganz ausverkauften Wunderino-Arena machten sich ordentlich bemerkbar, als zunächst der TV Altenhaßlau II vom THW Zebra beim Einlaufen einzeln abgeklatscht wurde und die Spieler des TV Langenselbold III, als Gewinner der Sponsoren-Aktion, mit Einzel Vorstellung durch THW-Hallensprecher Thomas Lorenzen und unter Einspielung der Einlauf-Musik auf das Feld kamen. Wir haben die Party vor dem Spiel gefeiert. Oliver Betz Trainer Langenselbold Halle aus. Die alten Hasen von Altenhaßlau waren auf der Mitte sehr stark und der Torwart hat ein super Spiel gemacht. Ich freue mich jetzt auf die Kaltgetränke und das Spiel THW Kiel gegen den VfL Gummersbach.“

Christian Nguyen, der Linksaußen des TV Altenhaßlau, war beeindruckt: „Du stehst im Spielertunnel, der mit 58 Jahren älteste Spieler auf dem Platz, Langenselbolds Keeper Gerd Habenstein, brachte den TVA am Anfang zur Verzweiflung und wurde auch später von den Zuschauern als MVP (wichtigster Spieler des Spiels) gewählt. Überrascht wurde beide Vereine durch ein Zusatz Coaching. So motivierte Kiel-Legende Patrick Wiencek den TVL III, während auf der anderen Seite Ex Nationalspieler und THW Rekordspieler Michael Krieter (408 Spiele für Kiel) die Sandhasen mächtig heiß machte.

Beim TV Altenhaßlau sorgten die beiden Trainer Florian Lippert und Marcus Brandes auf der Platte für acht Tore von Langenselbolds Shooter Dennis Holinej hatten am Ende für den TVL III nicht gereicht. Betrieb in der Rückraum-Mitte. Lippert erzielte gleich mal das 1:0 nach nervösem Beginn. In einer engen Anfangsphase stellte Topscorer Mark Ullmann auf 12:12 für den TVA. Die Sandhasen wurden dann aber vom überragenden Spieler der gesamten Partie, Daniel Hölzerkopf, auf die Siegerstraße gebracht. Der Torwart, der laut eigenem Trainer auch mit Brille den Ball nicht sieht, kochte zunächst einen Siebenmeter ab und glänzte danach mit einer Doppelparade. Mit Gehör und Gefühl Der von den Moderatoren im weiteren Lauf als Silvio Heinevetter von Altenhaßlau gefeierte Hölzerkopf war auch weiterhin kaum mehr zu bezwingen und der gefühlte MVP dieser Mittelfeld-Partie der Bezirksklasse Offenbach/Hanau in der Champions-League reifen Arena. Die beiden Moderatoren: „Wie Heinevetter unorthodox, aber zielführend. Vielleicht hält er die Bälle mit Gehör oder Gefühl, wenn er nichts sieht.“

Langenselbold verzettelt sich, die eigentlich favorisierten Langenselbolder, die das Hinspiel noch dominiert hatten, dagegen ideenlos. Zu oft machten die Gelb-Blauen die Mitte zu eng, anstatt die Breite zu nutzen. Immer wieder verzettelte sich der Tabellensechste im Eins Gegen-Eins. Wohl auch ein Grund für den Sieg war zum Einen der starke Abwehrblock des TVA sowie der starke Spielertrainer Marcus Brandes auf der Position Rückraum Mitte, der auch mal das Tempo rausnahm und mit Effizienz im Torabschluss und bei den Anspielen überzeugte. Vielleicht auch in Grund, dass der TV Langenselbold am Vorabend nach dem Besuch des Kieler Brauereihauses die „Spielersitzung“ noch in den Irish Pub zu später Stunde ausweitete. „Wir haben die Party schon vor dem Spiel gefeiert“, gab Trainer Oliver Betz zu. Da gegen sagte TVA-Spieler Christian Nguyen: „Wir haben am Freitag abend nichts getrunken, vernünftig gegessen und sind früh ins Bett.“ Pressekonferenz, VIP-Party und Riesenfreude Spätestens nach dem Treffer des 46-jährigen Brandes zum 27:19 war das Spiel vorzeitig für den TV Altenhaßlau II entschieden.

Und nach dem Spiel wurde gerade mal weitergefeiert (Langenselbold) oder an gefeiert (Altenhaßlau): Erst die MVP-Wahl, dann die Pressekonferenz mit Spielern und Trainern in der Halle sowie eine After-Show Party im VIP-Raum des THW Kiel mit Spielern, Betreuern und Fans, bevor dann der Besuch des Bundes liga-Topspiels THW Kiel gegen den VfL Gummersbach angesagt war. „Wir hatten mit Langenselbold eine Rechnung offen und die haben wir heute beglichen“, sagte TVA Spieler Johannes Miketta. „Danke auch den Energieriegeln des THW Kiel, die uns durch die zweite Halbzeit gebracht haben.“ Ob Sieg oder Niederlage: Dies dürfte ein einmaliges Erlebnis für alle Beteiligten gewesen sein. Langenselbolds Trainer Oliver Betz sagte: „Generell einfach abgefahren. Das ist unbezahlbar, was hier abging. Das Spiel verging wie im Flug, aber es war so geil. Es geht um den Event, das Ergebnis ist zweitrangig.

Spielprotokoll


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