Turnverein trauert um Fredi Engel - TV 1894 Altenhasslau eV

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Turnverein trauert um Fredi Engel

Berichte > 2017 > 2017 Juni





Quelle/Autor:

Klaus Paul
Vorsitzender TV Altenhasslau

Gelnhäuser Neue Zeitung

21.06.2017
 
Der langjährige Handballspieler und spätere Ehrenvorsitzende des Turnvereins Altenhaßlau, Friedrich Wilhelm Engel, besser bekannt als „Fredi“ ist verstorben. 56 Jahre lang prägte er die Geschicke seines Vereins durch aktive Mitarbeit im Vorstand. Engel verstarb im Kreise seiner Familie am 10. Juni im Alter von 90 Jahren.

„Fredi“ Engel war Zeit seines Lebens ein Altenhaßlauer. Als ältester Sohn des Bundesbahnhauptsekretärs August Engel und dessen Ehefrau Käthe erblickte er am 14. November 1926 in Altenhaßlau das Licht der Welt. Mit seinen beiden älteren Brüdern verbrachte er seine Kindheit in seinem Geburtsort, bevor ihn die Schrecken des Zweiten Weltkriegs erreichten und er als junger Mann in der Wehrmacht dienen musste.

Beruflich trat Engel später in die Fußstapfen seines Vaters. Für die Deutsche Bundesbahn war er in verschiedenen Funktionen tätig und machte dort Karriere. Die meiste Zeit lebte er mit seiner Familie in Altenhaßlau. Doch als Bahnhofsvorsteher von Usingen zog es ihn für dieses „Auswärtsspiel“ für vier Jahre aus seiner Heimatregion. Die Karriereleiter kletterte er bis zum Bundesbahn-Oberamtsrat hinauf. 1990 ging Engel als Beamter in den Ruhestand.

Mehr als 70 Jahre lang war er mit seiner Frau Anneliese verheiratet. Bis auf die kurze Zeit in Usingen lebten und wirkten die Engels in ihrem Heimatort Altenhaßlau. Aus der glücklichen Ehe gingen vier Kinder hervor und mehrere Enkel und Urenkel bereichern die Familie.

Der sportliche Werdegang von „Fredi“ Engel ist lang und erfolgreich. Er trat bereits 1940 in den TV Altenhaßlau ein und übernahm nur wenige Jahre später die ersten Aufgaben im Vereinsvorstand. Von 1949 bis 1961 war Engel Schriftführer, daraufhin Handball-Abteilungsleiter und stellvertretender Vorsitzender. Auch die Jahre in Usingen waren vom Handball geprägt. Bei der SG Wehrheim war er als Spieler und Trainer aktiv. Kaum zurück, übernahm Engel beim TV Altenhaßlau erneut die Führung der Handballer und wurde 1988 zum Vorsitzende des Gesamtvereins gewählt. Bis 2005 stand Engel als „Mister TVA“ an deren Spitze. Danach wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Insgesamt 1 500 Spiele bestritt er für Altenhaßlau, davon 675 in der ersten Mannschaft. Mit 1 387 Toren trug er dort zu den Erfolgen der Handballer bei. Darüber hinaus leitete er auch in 50 Jahren über 2 000 Spiele als Schiedsrichter und war als Kreisspiel- und Kreisjugendwart beim Verband tätig.

Für sein sportliches Wirken und sein Engagement wurde „Fredi“ Engel mehrfach gewürdigt. Dazu zählten unter anderem die goldene Vereinsnadel des TV Altenhaßlaus, die goldene Ehrennadel des Hessischen Handballverbands, die Ehrennadel in Silber des Landessportbundes Hessen, die Schiedsrichterehrennadel in Gold, die goldene Ehrennadel des Sportkreises Gelnhausen und die Ehrennadel des Deutschen Turnerbunds. Nach der Verleihung des Ehrenbriefs des Landes Hessen und der Ehrennadel in Gold des Main-Kinzig-Kreises erhielt Engel 1995 für sein langjähriges Engagement auch das Bundesverdienstkreuz überreicht.

Friedrich Wilhelm Engel alias „Fredi“ oder „Mister TVA“ starb im Alter von 90 Jahren im Kreise seiner Familie in Altenhaßlau. „Fredi, wir danken dir für alles, was du für den Sport und den TV Altenhaßlau getan hast“, dankte Pressewart Michael Schmitz dem langjährigen Weggefährten bereits 2005 zu dessen Ernennung als Ehrenvorsitzender. Für den Turnverein, für Altenhaßlau, aber vor allem für seine Familie hinterlässt „Fredi“ eine Lücke, die aufgrund seiner Leistungen und seines Herzblutes kaum zu schließen sein wird.

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, 23. Juni, um 15 Uhr auf dem neuen Friedhof in Altenhaßlau statt. Ein Kondolenzbuch liegt aus.
 
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